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Projekte im Bereich Kindesschutz
Kinder, die mit oder ohne ihre Eltern in unser Betreuungsnetz eintreten, haben im bisherigen Leben meist instabile und gar traumatische Lebensbedingungen erfahren.
Unter Kindesschutz verstehen wir umfassende und weitreichende Massnahmen, die dazu führen, dass das Kind körperlich und seelisch umfassend behütet ist. Biologische, psychische und soziale Grundbedürfnisse werden erfüllt und Entwicklungsdefizite infolge ihres bisherigen Lebens können abgebaut werden. Das Wohl des Kindes steht im Vordergrund.
Zum Kindesschutz gehören folgende Massnahmen, bzw. Projekte:
Notfallplatzierung & Krisenintervention
Nicht selten werden Kinder notfallmässig – innert Stundenfrist – im Kinderhaus TIPI platziert. Ausgangspunkt sind Formen von aktiven Misshandlungen, strukturellen Verwahrlosungen, massiven Überforderungen der Erziehungspersonen oder aber staatliche Interventionen wie Verhaftung oder Hospitalisierung, die dazu führen, dass die Mutter schlagartig als Erziehungsperson ausfällt. Dies bedingt sehr viel Sonderaufwand für das Team des Kinderhauses TIPI, Sonderaufwand, der mit dem üblichen Taggeld nicht gedeckt werden kann.
Kosten pro Jahr ca. CHF 27 000.00
Intake (Aufnahme) & Fallführung
Jedes Kind wird beim Eintritt in unser Betreuungsnetz so genau als möglich erfasst. Eine wichtige Arbeit, sprechen wir hier doch von den versteckten und verleugneten Kinder. Das „Drama“ dieser Kinder liegt weitgehend im Verborgenen, muss erst aufgearbeitet werden. Kindliche Bedürfnisse, sich abzeichnende Probleme wurden in der Vergangenheit weitest gehend von den betroffenen Eltern verleugnet, aus Angst zusätzlich auffällig zu werden. Mit dem Eintritt in unser Betreuungsnetz sind Eltern nicht gleichzeitig verantwortungsfähige Erziehungspersonen geworden. Ganz im Gegenteil, sie sind vornehmlich durch den eigenen Therapieprozess absorbiert, gehen durch eindrückliche Krisen und sind erst am Hineinwachsen in die Rolle Muttersein.
Die fallführende Mitarbeiterin begleitet das Kind in seinen Bedürfnissen kontinuierlich und über alle Institutionseinheiten hinweg. Diese Fallführung ist zudem bemüht und verantwortlich, dass der Kontakt zur Behörde, insbesondere zum Kindsbeistand und wenn vorhanden, zur Ursprungsfamilie gepflegt und ausgebaut wird.
Kosten pro Jahr CHF 104 000.00
Geburt, Kindbettbetreuung & Beziehungsaufbau
Oft treten schwangere, substituierte Frauen in die Therapie ein. Ein erstes existentiell wichtiges Ziel ist erreicht, wenn die werdende Mutter vor jeglichen Beikonsum geschützt werden kann, kennen wir doch verschiedene gravierende Beeinträchtigungen und Geburtsschäden, die durch eben diesen Beikonsum verursacht werden. Aber noch immer wird das Kind süchtig geboren. Die Betreuung und Pflege eines süchtig geborenen Kindes ist ausgesprochen aufwändig, für das Spital und für uns. Das Baby muss wegen dem Entzug atypisch lange – bis zu 2 Monaten - in Spitalpflege verbleiben. An uns liegt es, den Beziehungsaufbau zwischen Mutter und Kind zu ermöglichen. Das heisst im Minimum, täglich eine begleitete Fahrt mit der Mutter in das Spital. Die Mutter möchte das Baby bei sich haben, zeigen dass sie auch eine gute Mutter sein kann und erlebt aber ganz konkret was es für ein Neugeborenes bedeutet, einen Entzug durch zu machen. Das schafft – nicht zu unrecht übrigens – Schuldgefühle die nicht selten Ausgangspunkt massiver Krisen sind.
Die ersten Wochen des Beziehungsaufbaus von der Mutter zum Kind sind sehr belastet, entsprechend aufwändig gestaltet sich der Betreuungsaufwand auf unserer Seite.
Kosten pro Jahr CHF 70 000.00
Eltern spezifische Weiterbildung
«Unsere Eltern» sind oftmals in der eigenen persönlichen Entwicklung stark verzögert. Kommt dazu, dass sie selbst meist eine ausgesprochen belastete Biographie mitbringen. Nicht selten sind sie ebenfalls Opfer von Misshandlungen und Übergriffen und natürlich sind diese Themen nicht bearbeitet, ganz im Gegenteil, die Verstrickungen sind Tag täglich erlebbar. Der Wissens- und Erfahrungsschatz, was denn ein Baby braucht, etc. ist äusserst schmal und brüchig. Die Grenze der Überforderung ist schnell erreicht.
Mit internen Weiterbildungen, Elternabenden und der gezielten Elternberatung bis hin zu konkreten Prozessbegleitungen und der zeitweisen Integration auf der Kindergruppe unterstützen und fördern wir diese Menschen in der neuen und noch ungewohnten Rolle des Elternseins.
Kosten pro Jahr CHF 30 000.00
Zusammenarbeit mit 'Entlastungseltern'
Unsere Klientel bewegt sich von wenigen Ausnahmen abgesehen, am äussersten Rand unserer Gesellschaft. Und dies seit Jahren. Dieses Randgruppendasein, das Leben auf der Gasse hinterlässt Spuren und tiefe Prägungen. Eine für das heranwachsende Kind gravierende Lücke ist die doch sehr bedrohliche Isolation der leiblichen Eltern. So etwas wie Beziehungspflege, gar das eingebettet Sein in ein Beziehungsnetz, existiert nicht. Die familiären Beziehungen sind im Regelfall äusserst belastet und Konflikt reich, oder ganz abgebrochen.
Im Interesse des Kindes muss alles erdenkliche unternommen werden um die vorgefundene Isolation der Eltern zu durchbrechen. Gerade auch unter dem Aspekt Kindesschutz ist die Vernetzung der kleinen familiären Einheit von zentraler Bedeutung.
Wir rekrutieren laufend engagierte Mitmenschen mit dem Ziel, dass diese für ein Kind, für eine dieser familiären Einheiten, die Position „Entlastungseltern, Patin/Pate, Grosseltern und oder Onkel und Tante“ übernehmen. Alle diese zugezogenen Menschen die sich ehrenamtlich engagieren wollen, werden durch unser Kinderteam abgeklärt, beraten und begleitet und an regelmässig statt findenden Abendtreffen werden gemeinsame Probleme, Anliegen etc. besprochen.
Kosten pro Jahr CHF 20 000.00
Langfristige nachstationäre Begleitung mit Fokus Kindesschutz
Unsere Klientel bewegt sich von wenigen Ausnahmen abgesehen, am äussersten Rand unserer Gesellschaft. Und dies seit Jahren. Dieses Randgruppendasein, das Leben auf der Gasse hinterlässt Spuren und tiefe Prägungen. Eine für das heranwachsende Kind gravierende Lücke ist die doch sehr bedrohliche Isolation der leiblichen Eltern. So etwas wie Beziehungspflege, gar das eingebettet Sein in ein Beziehungsnetz, existiert nicht. Die familiären Beziehungen sind im Regelfall äusserst belastet und Konflikt reich, oder ganz abgebrochen.
Im Interesse des Kindes muss alles erdenkliche unternommen werden um die vorgefundene Isolation der Eltern zu durchbrechen. Gerade auch unter dem Aspekt Kindesschutz ist die Vernetzung der kleinen familiären Einheit von zentraler Bedeutung.
Wir rekrutieren laufend engagierte Mitmenschen mit dem Ziel, dass diese für ein Kind, für eine dieser familiären Einheiten, die Position „Entlastungseltern, Patin/Pate, Grosseltern und oder Onkel und Tante“ übernehmen. Alle diese zugezogenen Menschen die sich ehrenamtlich engagieren wollen, werden durch unser Kinderteam abgeklärt, beraten und begleitet und an regelmässig statt findenden Abendtreffen werden gemeinsame Probleme, Anliegen etc. besprochen.
Kosten pro Jahr CHF 20 000.00






